- Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung an Nährstoffen und Flüssigkeit zu jedem Zeitpunkt den entwicklungsspezifischen Bedürfnissen deines Säuglings perfekt angepasst. Das heißt, egal welche und wie viele Zusätze (z. B. Mineralien, Vitamine etc.) man künstlich oder von außen hinzugibt, keine andere Milch kommt auch nur annähernd an die Qualität von Muttermilch heran!
- Einer der wichtigsten Vorteile des Stillens ist der Schutz vor Infektionen. Muttermilch enthält bestimmte Immunfaktoren, die den Aufbau des kindlichen Immunsystems unterstützen. So kommt eine spanische Studie zu dem Ergebnis, dass Stillen das Risiko von Infektionskrankheiten bei Kindern unter einem Jahr um 30 bis 56 Prozent vermindert. Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) schreibt hierzu: "Muttermilch weist eine exklusive, nicht durch industriell hergestellte Säuglingsnahrung imitierbare, Zusammensetzung auf. Ausschließliches Stillen in den ersten 4-6 Lebensmonaten reduziert die Anzahl von Infektionen im Säuglingsalter um 40-70 % und vermindert Krankenhausaufnahmen der Säuglinge im ersten Lebensjahr um mehr als 50 %." Siehe auch Stellungnahme der Nationalen Stillkommission.
- Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Muttermilch äußerst günstig auf die Besiedlung der Darmflora auswirkt. Bei gestillten Kindern entwickelt sich eine Darmflora mit einem hohen Anteil an gesundheitsfördernden Bifidusbakterien, die unter anderem die natürlichen Abwehrmechanismen des Darms verstärken. Muttermilch fördert die Ausreifung der Darmschleimhaut und programmiert diese nachhaltig positiv für das weitere Leben.
- Eine bekannte US-Studie des National Institute of Environmental Health Sciences zeigt, dass Stillen die Säuglingssterblichkeit erheblich vermindert. Die Sterblichkeit im ersten Lebensjahr ist bei gestillten Kindern demnach gut ein Fünftel niedriger als bei nicht gestillten. Mit der Stilldauer verstärkt sich dieser Effekt.
- Gestillte Kinder haben eine reduzierte Wahrscheinlichkeit, an Alkoholismus oder an Schizophrenie zu erkranken, wie eine Auswertung der „Copenhagen Perinatal Cohort“ Studie ergab.
- Mit Muttermilch gefütterte Kinder leiden im Laufe ihres Lebens seltener an Diabetes mellitus, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Proteingehalt von Muttermilch ist geringer als der von industriell gefertigter Säuglingsnahrung und perfekt auf das menschliche Baby abgestimmt.
- Der Geschmack der Muttermilch ist abhängig von der Ernährung der Mutter. Das Kind erfährt somit früh eine große Bandbreite verschiedener Geschmäcker und ist auf Brei- und Familienkost besser vorbereitet.
- Muttermilch ist für die Vorbeugung von allergischen Erkrankungen die ideale Ernährung in den ersten Lebensmonaten. Muttermilch enthält körpereigenes Eiweiß (als einziges Lebensmittel überhaupt), gegen dieses Eiweiß kann keine Allergie entwickelt werden. Jedoch können Spuren aller Lebensmittel, so auch Allergene, aus der Nahrung der Mutter in die Muttermilch übergehen. Das Baby hat so früh Kontakt mit minimalen Mengen an Allergenen. Dieser wichtige und natürliche Vorgang führt dazu, dass sich das Immunsystem des Babys langsam an fremde Eiweiße gewöhnt und diese zu dulden lernt. Muttermilch ist daher ein optimaler Schutz vor Allergien.
